F&F unser Ausrüster:
Partner von Freizeit- und Fahrtenbedarf


Was machen eigentlich Pfadfinder?

Pädagogisches Konzept

 ''Pfadfinderarbeit soll zur Entwicklung junger Menschen beitragen, damit sie ihre vollen physischen, intellektuellen, sozialen und geistigen Fähigkeiten als Individuen entwickeln können, um sich sowohl als verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger, als auch als Mitglieder ihrer örtlichen, nationalen und internationalen Gemeinschaften einsetzen zu können.''

Diesen Satz schrieb Robert Baden-Powell, der Gründer der Pfadfinderbewegung, 1907 in sein Buch ''Scouting for boys'', das als Keimzelle der gesamten Pfadfinderarbeit gesehen werden kann. Seid dem hat sich viel verändert in der Pfadfinderbewegung, das Ziel allerdings ist noch immer das selbe. Der Weg dahin war damals deutlich militärischer, schließlich war Baden-Powell hochverdienter General der britischen Armee, unter den Einflüssen der Wandervogelbewegung und anderer Studentenbewegungen in den 20er Jahren allerdings ging der militärische Zweig des Pfadfindertums weitesgehend verloren und wurde ersetzt durch eine ganze Reihe anderer Methoden, die im Folgenden erleutert werden:

„Learning by doing“ ist eines der Grundprinzipien der Pfadfinderei. Man erlangt Fähigkeiten nur, indem man sich ausprobiert, seine eigenen Grenzen überschreitet und Neues übt. Die Pfadfinderarbeit ist sehr praktisch angelegt und spricht viele verschiedene Bereiche an. Gefragt sind handwerkliche, intellektuelle, pädagogische, sportliche und vor allem allgemein soziale Fähigkeiten.

Die Gruppe spielt bei den Pfadfindern eine entscheidende Rolle: wir betreiben keine offen Jugendarbeit, sondern legen Wert auf feste Gruppen mit einem festen Bezugsrahmen und einer gewissen Verbindlichkeit. Äußeres Zeichen dafür ist die typische Pfadfinderkluft: das graue Fahrtenhemd mit dem Halstuch. Dieses schafft nicht nur ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, es nimmt auch manchen sozialen Unterschieden die Schärfe.

Das Miteinander und die Teamarbeit sind wichtig: Aufgaben können und sollen gemeinsam gelöst werden. Es ist kein Zufall, dass man die schwarzen Pfadfinderzelte (die Kohten und Jurten) nicht alleine aufbauen kann. Auch die Prüfungen auf dem Weg zum Pfadfinder muss niemand alleine bestehen, sondern sie werden immer in einem Team bewältigt. Was der eine nicht weiß, kann dann der andere ergänzen.

Elektronische Geräte sind bei den Pfadfindern weitestgehend tabu – bei den Lagern sucht man vergeblich nach Handys, MP3-Playern oder gar Spielekonsolen. Statt dessen lernen Pfadfinder, sich (wieder) mit sich selber, miteinander und in der Natur zu beschäftigen und machen dabei bereichernde Erfahrungen.

Die verschiedenen Lager und Fahrten spielen eine wichtige Rolle im Leben eines Pfadfinderstammes. Es gibt kleine (stammesinterne) Wochenendlager aber auch das ein oder andere größere (stammesübergreifende) Zeltlager. Außerdem machen wir regelmäßig Fahrten mit unseren Kanu´s und Segelbooten.

 

 

Tradition und Geschichte

1907 hat Sir Robert Baden-Powell in England die erste Pfadfindergruppe gegründet. Er hat Jungen aus allen Gesellschaftschichten zusammen gebracht – eine Revolution im England des beginnenden 20. Jahrhunderts, das stark von Klassendenken geprägt war. Bis heute wird in den Pfadfindergruppen nicht nach arm und reich oder sozialer Herkunft unterschieden. Jeder ist mit seinen Stärken und Schwächen gefragt.

Inzwischen sind die Pfadfinder mit 38 Millionen Mitgliedern die weltweit größte Jugendbewegung. In Deutschland gibt es sie seit 1909.

Der „Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder“, unser Verband ist dagegen noch relativ jung. Er ging 1973 aus dem Zusammenschluss der drei evangelischen Pfadfinderbünde (Bund Christlicher Pfadfinderinnen, Evangelischer Mädchen-Pfadfinderbund und Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands) hervor und ist heute der zweitgrößte Pfadfinderverband in Deutschland.

Die militärische Tendenz, die die Pfadfinderei in anderen Ländern teilweise hat, gibt es in der deutschen Pfadfinderbewegung nicht. Dadurch, dass die Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands in den 20er Jahren stark von Studentenbewegungen wie zum Beispiel der Wandervogelbewegung geprägt wurden, war sie den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge und die Jugendarbeit der Pfadfinder wurde 1934 verboten. Als Reaktion darauf wandten sich viele der erwachsenen Kreuzpfadfinder der Bekennenden Kirche zu, weshalb die Pfadfinderei 1938 komplett verboten wurde.